Seminar SV-Fortbildung

Ralf Saller und Andreas Brandmann brachten ein wichtiges Thema im Selbstverteidigungssport Ju-Jutsu mit, nämlich wie es real auf der Straße im schlimmsten Fall passieren kann.

Beide brachten es treffend auf den Punkt, wenn man real angegriffen wird, dann stoppt das ganze nicht, wenn man wie im Training „abklopft“. Das heißt man muss Nerven bewahren und das essentiellste ist es seinen Kopf zu schützen, egal bei welchen Angriffen.

Natürlich gibt es noch viele weitere wichtige Punkte wie „zu wissen wo es Auswege gibt“, „wie und wo sind vielleicht andere Leute, die einen Helfen können“ und auch „gibt es vielleicht weitere Angreifer“.

Es ging dann gleich los mit Pratzentraining und dem Einhalten dieser genannten Punkte, egal ob im Stand oder am Boden. Dann folgten einfache Abwehrtechniken auch hier wieder mit dem Gesichtspunkt, egal ob der Angriff mit Händen oder mit einem Messer passiert, gleiche und einfache Abwehrtechniken sind manchmal lebensrettend.

In der zweiten Hälfte wurden die geübten Prinzipien dann in vier Szenarien-Trainings aufgeteilt, die dann unter Zweitdruck und teilweise Dunkelheit, lauter Musik und Blitzlichtgewitter zu tatsächlichem Stress wurden. Dies ist eine gute Trainingsmethode das erlernte im Training realistischer in das reale Leben zu übertragen. Hier merkt man schnell, dass die regelmäßig im Dojo mit seinem bekannten Trainingspartner geübten Techniken durch den Stress nicht mehr so flüssig funktionieren oder vielleicht man vieles plötzlich gar nicht mehr parat hat.

Es war ein großartiges Training wo alle viel gelernt haben und mancher das Ein oder Andere zum Nachdenken und Üben mit nach Hause genommen hat.

Großer Dank geht an die Referenten und auch an die Helfer in den Szenarien.