Training

Allgemeine Infos

Infos rund ums Training im Ju-Jutsu

Ansprechpartner / Kontakt:

Warum langjähriges Training?

Die Selbstverteidigungs-Sportart “Ju-Jutsu” beinhaltet vielfältige Techniken und Fertigkeiten.  Diese sind auf die verschiedenen Kyu-Grade (Schüler) und DAN-Grade (Meister) verteilt. 

Bereits ab dem Anfänger-Weißgurttraining (6.Kyu) werden wichtige Grundlagen für alle nachfolgenden, schwierigeren Techniken trainiert. Richtiges Fallen und Bewegen (um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen), dynamische Bewegung, Körperspannung und ein gewisses Maß an Schmerzen kennenlernen und lernen zu verstehen und zu ertragen sind hier wichtige Trainingsziele.

Da mit jeder abgelegten Gürtelprüfung die Anforderungen und die Inhalte des nächsten Kyu-Grades spürbar steigen, bedeutet das für Dich:
Um Ju-Jutsu zu erlernen, musst Du trainieren, schwitzen und geduldig mit Dir selbst sein, wenn nicht alles auf Anhieb klappt. Das ist wie beim Lernen des Fahrradfahrens oder Autofahrens, im Laufe der Jahre kann man verschiedene Techniken abrufen, ohne wirklich darüber nachdenken zu müssen. 

Der Budopass

Jedes Mitglied in einem Ju-Jutsu-Verein muss beim Ju-Jutsu-Verband angemeldet sein.

Den Nachweis darüber stellt der orangefarbene Budopass dar, in welchem die Vereinszugehörigkeit, erfolgreiche Gürtelprüfungen, besuchte Lehrgänge und Erfolge bei Wettkämpfen festgehalten werden.

Der Budopass dokumentiert auch deine persönliche Ju-Jutsu Geschichte.
Deshalb passt bitte sehr sorgsam auf ihn auf!

Die Mitgliedschaft im Verein wird jedes Jahr durch die Beitragsmarke nachgewiesen, welche in der Regel ab ca. März bei der Abteilungsleitung erhältlich ist. Diese Beitragsmarken sind auch für die Teilnahme an Verbandsveranstaltungen oder -wettkämpfen wichtig, ansonsten müsst ihr zusätzliche Gebühren bezahlen!

Jeder Verein muss zum Jahresbeginn diese Beitragsmarken vom Verband für alle Mitglieder bezahlen. Denkt bitte daher daran, die Beitragsmarken jährlich für Euren Budopass abzuholen. 

Vereinswechsel: Wenn ihr Euren Verein wechselt, muss Euch der alte Verein im Pass austragen. Der neue Verein trägt Euren Beitritt dann ein. Anschließend muss der Pass noch dem Verband zugeschickt werden, damit der Vereinswechsel dokumentiert und abgestempelt (genehmigt) wird!

Gürtelprüfungen

“Wann mache ich Prüfung?” – Das ist die wohl meistgestellte Frage im Training.

Hier gleich eines vorneweg: Wer wann zu einer Prüfung geht, entscheidet allein Euer Trainer. Erst wenn Technik, Dynamik und Bewegung einen Stand erreicht haben, der es Euch erlaubt, die Prüfung zu bestehen, wird er Euch zu einer Prüfung anmelden. Also übt Euch in einer der Tugenden des Ju-Jutsu – Bescheidenheit – (schaut mal bei der “Ju-Jutsu Etikette vorbei”) und steckt Eure Aufmerksamkeit in das Training. Man ist nie perfekt, es geht immer noch ein bisschen besser. Sogar bei den Danträgern!

Prüfungsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Prüfung erarbeitest Du Dir ein Programm als Tischvorlage für den Prüfer (bei Kindern wird dies von den Trainern vorgegeben). Dieses Programm ist in den Wochen und Monaten vor der Prüfung Deine Trainingsgrundlage. Dein Ziel soll sein, dass Du diese Abläufe und Techniken für die Prüfung in der Dir bestmöglichen Dynamik und Perfektion eintrainierst. 

Wichtig: Trainiere mit verschiedenen Partnern. Das bringt Dir viele Vorteile, da jeder Partner etwas anders angreift und sich anders verhält. Die in der Prüfung teilweise erforderlichen Partnerwechsel sind dann kein Problem mehr für Dich.

Einige Prüfungen haben Voraussetzungen!

Was Du für die Prüfung immer brauchst:

  • Budopass mit gültiger Beitragsmarke
  • die Prüfungsgebühr, welche je nach Alter und Kyu-Grad verschieden ist. Bitte frag bei Deinem Trainer nach.
  • sauberer Gi, Frauen mit einem weißen T-Shirt unter der Jacke, Männer ohne T-Shirt.
  • Mattenschuhe sind nicht erlaubt.
  • evtl. eine Trainingsjacke, um Dich zwischen Deinen Einsätzen warm zu halten
  • ausreichend zu Essen und zu Trinken
  • Dein Prüfungsprogramm sauber und leserlich für den Prüfer
Budopass_Pruefung.png

 

Prüfungsablauf:

Sei rechtzeitig vor der Prüfung in der Halle, um die Matten mit aufzubauen und Dich selbständig aufzuwärmen. Bei der Prüfung ist Ruhe zur Konzentration der Prüflinge selbstverständlich. Du wirst Dich wie im Training aufstellen und angrüßen.
Der Prüfer sagt Dir dann, wie die Prüfung ablaufen wird und dass eigentlich keiner nervös sein muss, da Dein Trainer Dich ja nur anmeldet, wenn Du Deine Techniken beherrschst.
Worauf Du bei der Prüfung achten solltest:

  • wenn Du vom Trainer aufgerufen oder als Prüfungspartner ausgewählt wirst, dann betrete zügig die Matte
  • wenn Dir eine Technik gründlich daneben gegangen ist, dann sage, dass Du sie wiederholen möchtest (sollte Dir natürlich nicht andauernd passieren)
  • zu jeder Atemi-Technik gehört auch ein gut hörbarer “Kiai”, also sei kein leiser Ninja! 😉
  • greife als Partner technisch sauber an und verhalte Dich fair. Dein Verhalten als Partner wird in der Prüfung auch bewertet.
  • wenn der Prüfer Dich auffordert, etwas zu wiederholen, dann hast Du vermutlich einen Fehler eingebaut – also nochmal richtig konzentrieren
  • dem Prüfer wird nicht widersprochen oder mit ihm diskutiert.

Wie wird in der Prüfung gewertet:

Für jeden Teil vergibt der Prüfer Punkte zwischen 1 und 5 (5=sehr gut, 4 = gut, 3 = ausreichend, 2 – mangelhaft, 1 = ungenügend => nicht bestanden). Die Mindestpunktzahl, die es zu erreichen gilt, ist vom Kyu-Grad abhängig (unterschiedliche Anzahl von Fächern) und liegt bei durchschnittlich 3 Punkten pro Prüfungsfach. Bekommst du in einem Fach eine “2”, so kannst Du diese durch eine “4” (oder besser) in einem anderen Fach wieder ausgleichen.

Wertet der Prüfer Deine Leistung in einem Fach mit “1” (=ungenügend), dann hast Du leider nicht bestanden. Diese Bewertung kann auch nicht durch eine bessere Punktzahl anderweitig ausgeglichen werden.

Nach der Prüfung

Im Normalfall bist Du jetzt stolzer Besitzer eines neuen Kyu-Grades. Dieser verpflichtet Dich zum Tragen des entsprechenden neuen Gürtels, und dass Du Dich gegenüber den anderen Ju-Jutsukas im Verein als Vorbild verhältst. 
Falls Du eine Prüfung doch nicht bestehen solltest, dann ist das auch kein Beinbruch! Meistens war da die Aufregung Schuld. Aber keine Angst, Du kannst die Prüfung nach einer gewissen Zeit wiederholen und beim zweiten Mal läuft es sicher super!

Landeslehrgänge und Stützpunktrainings

Der Ju-Jutsu Verband Bayern (JJVB) veranstaltet in ganz Bayern regelmäßig Lehrgänge und Stützpunkttrainingseinheiten, welche von jedem Mitglied besucht werden können und sollen, sofern in der Ausschreibung nicht bestimmte Vorgaben gemacht werden. Da die Lehrgänge von den besten Trainern des JJVB (Lehrteam des Verbands) gehalten werden, empfehlen wir, so oft wie möglich daran teilzunehmen. 

  • Stützpunkttrainings sind kostenlos und dauern meistens 2 Stunden. Wir in Nürnberg sind einer der Stützpunkt-Standorte des Verbands, also habt ihr hier sogar oft einen “Heimspiel”-Vorteil. 😉
  • Bei Landeslehrgängen beträgt die Lehrgangsgebühr meistens 15 Euro. Diese muss vor Ort entrichtet werden. Die Lehrgänge dauern 4 Stunden, sodass die gewählten Schwerpunkte gut behandelt werden können.
  • Es gibt auch besondere Freizeiten für Kinder und Jugendliche (Osterfreizeit, Sommercamp, Herbstfreizeit). Diese dauern immer mehrere Tage und kosten auch ein wenig mehr. Sie werden auf der Verbandshomepage angekündigt und bei uns im Training angesagt. 
  • Für Erwachsene gibt es einmal im Jahr das sog. “Bayernseminar”! Das Bayernseminar findet meist im Oktober statt und dauert fast eine ganze Woche. Die gesamte Sportschule “Oberhaching” bei München wird hier vom Verband angemietet und es finden den ganzen Tag Trainingseinheiten im Ju-Jutsu statt (teilweise bis zu 8 Stück parallel). Auch wird hier oft über den Tellerrand geschaut zu anderen Kampfsportarten oder generell andere Sportarten wenn es thematisch zum Ju-Jutsu passt.
    Zeitgleich findet dort auch das Polizeiseminar statt, wo man auch viele Einheiten als Ju-Jutsuka mit besuchen kann!!! 

Die Landeslehrgänge sind in den Terminkalender unserer Homepage eingepflegt. Du kannst diese aber auch auf der Homepage des Verbands einsehen. Du musst dich jeweils selbst dafür anmelden oder du schreibst dich auf die Anmeldeliste auf dem schwarzen Brett im Flur unserer Trainingshalle.

Teilnahme an Landeslehrgänge sind auch ab dem Orangegurt Voraussetzung für die nächsten Gürtelprüfungen (man kann natürlich auch vorher schon daran teilnehmen).

 Lehrgang1.jpg

Aufstellung

Die Trainer stehen nebeneinander auf der Matte. Die Schüler stellen sich sortiert nach Gürtelfarben am Mattenrand auf, wobei die höchsten Gürtelgrade von den Trainern aus gesehen links und die niedrigsten Gürtelgrade rechts stehen.
Der Gi ist gerichtet und der Gürtel ordentlich gebunden. Die Füße stehen geschlossen nebeneinander, der Blick geht zu den Trainern.

Angrüßen

Diese Begriffe hörst du zu Beginn eines Trainings:

(Die Kommandos werden vom ranghöchsten Lehrer oder ranghöchsten Schüler erteilt.)

  • “Seiza”: Abknien zuerst mit dem linken Bein, dann mit dem rechten. Zehen sind aufgestellt und werden erst vor dem Absitzen abgelegt. Hände liegen auf den Oberschenkeln oder werden wie in der klassischen Zen-Meditationshaltung ineinander gelegt. Zuerst knien die Lehrer ab und danach die Schüler (immer einer nach dem anderen, beginnend mit dem Höchstgraduierten)
  • “Mokuzo”: der Ju-Jutsuka verharrt in völliger Bewegungslosigkeit und versucht seine Gedanken auf das kommende Training zu richten. 
  • “(Mokuzo-) Jame”: die Meditation wird aufgelöst und die Hände werden aus der Meditationsstellung auf die Oberschenkel gelegt.
  • “(Sensei ni) Rei”: Heißt soviel wie “Gruß”. Wenn ein Schüler das sagt, ergänzt er “Sensei ni”, um zu sagen “Lehrer wir grüßen dich”. Wenn der Lehrer dies sagt, sagt er nur “Rei”. Lehrer und Schüler verneigen sich darauf zueinander, die Hände werden im Dreieck auf die Matte gelegt und man verneigt sich indem man mit dem Kopf leicht die Matte berührt. Danach stehen alle wieder auf. Zuerst erheben sich Lehrer, dann die Schüler: Aufrichten in den Kniestand, Zehen aufstellen, mit Drehung rechts und dem rechten Bein zuerst aufstehen.
  • “Rei”: Lehrer und Schüler verneigen sich zueinander, die Hände werden an den Beinen angelegt, die Beine stehen geschlossen zusammen.

Training

Das Training sollst Du konzentriert und dynamisch absolvieren. Ein gutes Training zeichnet sich durch hohe Wiederholungsraten der Techniken aus. Privatgespräche auf der Matte während dem Training solltest Du soweit wie möglich unterlassen.

Abgrüßen

Aufstellung und Abgrüßen finden statt, wenn der Trainer es sagt. Das Vorgehen ist genau das selbe wie beim Angrüßen.

Budo-Matten

Wir verwenden im Training (außer vielleicht bei speziellen SV-Einheiten) Budo-Matten, um uns vor Verletzungen zu schützen, wenn wir fallen oder geworfen werden. 

Diese Matten sind genau auf die Bedürfnisse der Budo-Kampfsportarten abgestimmt und deswegen auch nicht gerade billig in der Anschaffung. 

Deswegen die große Bitte: behandelt die Matten gut, geht nur Barfuß oder mit speziellen Mattenschuhen (nicht Hallenschuhe!) auf die Matten. Mit Schuhen oder anderen Gegenständen wie Stühlen oder Tischen werden die Matten schnell kaputt und müssen teuer ersetzt werden. 

Geht auch bitte immer mit sauberen Füßen auf die Matte, damit kein Schmutz oder Dreck auf die Matte kommt.
Zieht bitte Badeschlappen, Strümpfe oder Schuhe an, sobald Ihr die Matte verlasst.
Grund: Wenn ihr z.B. barfuß aufs Klo geht und mit diesen Füßen wieder auf die Matte geht, kann beim nächsten Bodenrandori Euer Gesicht auf dieser Matte liegen. Wir glauben, dass das niemand gerne möchte. 

Mattenaufbau

Da wir uns die Halle mit anderen Abteilungen teilen, müssen die Matten für das Training gemeinsam auf- und abgebaut werden. Aus diesem Grund ist es vor der ersten Einheit am Tag erforderlich, dass du mindestens eine Viertelstunde vor Trainingsbeginn in der Halle bist, um die Matten mit aufzubauen. 
Die Matten werden immer reihenweise ohne Spalt aufgelegt. Für das Wettkampftraining ist eine Fläche von 8×8 gelben Matten, die einen Rand mit je 2 Reihen blauen Matten hat, erforderlich.

 

Mattenabbau

Da wir uns die Halle mit anderen Abteilungen teilen, müssen die Matten nach dem letzten Training des Tages gemeinsam abgebaut werden. 

Hier gibt es einiges zu beachten:

  • die Matten werden in farblich sortierten Stapeln abgelegt (gelb und blau)
  • die Matten werden so auf die Stapel gelegt, dass die gummierten Rücken bzw. die Oberseiten der Matten immer aufeinander liegen. Dies wird getan, um die Mattenoberseite nicht zu verschmutzen. 
  • Die unterste Matte eines Stapels liegt mit der gummierten Seite am Boden. Wenn die Matten dann immer paarweise zusammengelegt werden, so dass die gummierten Seiten aufeinander liegen, ergibt sich genau die gewünschte Reihenfolge (s. Bild)
  • die Matten werden nicht auf den Kante geschoben oder gezogen oder auf die Ecken fallen gelassen, damit sie nicht aufreißen.
  • tragt nur so viele Matten auf einmal wie ihr könnt. Kinder können eine Matte auch zu zweit tragen.

 

Warum langjähriges Training?

Die Selbstverteidigungs-Sportart “Ju-Jutsu” beinhaltet vielfältige Techniken und Fertigkeiten.  Diese sind auf die verschiedenen Kyu-Grade (Schüler) und DAN-Grade (Meister) verteilt. 

Bereits ab dem Anfänger-Weißgurttraining (6.Kyu) werden wichtige Grundlagen für alle nachfolgenden, schwierigeren Techniken trainiert. Richtiges Fallen und Bewegen (um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen), dynamische Bewegung, Körperspannung und ein gewisses Maß an Schmerzen kennenlernen und lernen zu verstehen und zu ertragen sind hier wichtige Trainingsziele.

Da mit jeder abgelegten Gürtelprüfung die Anforderungen und die Inhalte des nächsten Kyu-Grades spürbar steigen, bedeutet das für Dich:
Um Ju-Jutsu zu erlernen, musst Du trainieren, schwitzen und geduldig mit Dir selbst sein, wenn nicht alles auf Anhieb klappt. Das ist wie beim Lernen des Fahrradfahrens oder Autofahrens, im Laufe der Jahre kann man verschiedene Techniken abrufen, ohne wirklich darüber nachdenken zu müssen. 

Der Budopass

Jedes Mitglied in einem Ju-Jutsu-Verein muss beim Ju-Jutsu-Verband angemeldet sein.

Den Nachweis darüber stellt der orangefarbene Budopass dar, in welchem die Vereinszugehörigkeit, erfolgreiche Gürtelprüfungen, besuchte Lehrgänge und Erfolge bei Wettkämpfen festgehalten werden.

Der Budopass dokumentiert auch deine persönliche Ju-Jutsu Geschichte.
Deshalb passt bitte sehr sorgsam auf ihn auf!

Die Mitgliedschaft im Verein wird jedes Jahr durch die Beitragsmarke nachgewiesen, welche in der Regel ab ca. März bei der Abteilungsleitung erhältlich ist. Diese Beitragsmarken sind auch für die Teilnahme an Verbandsveranstaltungen oder -wettkämpfen wichtig, ansonsten müsst ihr zusätzliche Gebühren bezahlen!

Jeder Verein muss zum Jahresbeginn diese Beitragsmarken vom Verband für alle Mitglieder bezahlen. Denkt bitte daher daran, die Beitragsmarken jährlich abzuholen für euren Budopass

Vereinswechsel: Wenn ihr mal einen Verein wechselt, dann muss der alte Verein dich im Pass austragen. Der neue Verein trägt euren Eintritt ein und dann muss der Pass noch zum Verband geschickt werden, damit der Vereinswechsel dokumentiert und abgestempelt (genehmigt wird)!

Gürtelprüfungen

“Wann mache ich Prüfung?” – Das ist die wohl meistgestellte Frage im Training.

Hier gleich eines vorneweg: Wer wann zu einer Prüfung geht, entscheidet allein Euer Trainer. Erst wenn Technik, Dynamik und Bewegung einen Stand erreicht haben der es Euch erlaubt, die Prüfung zu bestehen, wird er Euch zu einer Prüfung anmelden. Also übt Euch in einer der Tugenden des Ju-Jutsu – Bescheidenheit – (schaut mal bei der “Ju-Jutsu Etikette vorbei”) und steckt Eure Aufmerksamkeit in das Training. Man ist nie perfekt, es geht immer noch ein bisschen besser. Sogar bei den Danträgern!

Prüfungsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Prüfung erarbeitest Du Dir ein Programm als Tischvorlage für den Prüfer (bei Kindern wird dies von den Trainern vorgegeben). Dieses Programm ist in den Wochen und Monaten vor der Prüfung Deine Trainingsgrundlage. Dein Ziel soll sein, dass Du diese Abläufe und Techniken für die Prüfung in der Dir bestmöglichen Dynamik und Perfektion eintrainierst. 

Wichtig: Trainiere mit verschiedenen Partnern. Das bringt Dir viele Vorteile, da jeder Partner etwas anders angreift und sich anders verhält. Die in der Prüfung teilweise erforderlichen Partnerwechsel sind dann kein Problem mehr für Dich.

Einige Prüfungen haben Voraussetzungen!

Was Du für die Prüfung immer brauchst:

  • Budopass mit gültiger Beitragsmarke
  • die Prüfungsgebühr, welche je nach Alter und Kyu-Grad verschieden ist. Bitte frag bei Deinem Trainer nach.
  • sauberer Gi, Frauen mit einem weißen T-Shirt unter der Jacke, Männer ohne T-Shirt.
  • Mattenschuhe sind nicht erlaubt.
  • evtl. eine Trainingsjacke um Dich zwischen Deinen Einsätzen warm zu halten
  • ausreichend zu Essen und zu Trinken
  • Dein Prüfungsprogramm sauber und leserlich für den Prüfer
Budopass_Pruefung.png

 

Prüfungsablauf:

Sei vor der Prüfung in der Halle um die Matten mit aufzubauen und Dich selbständig aufzuwärmen. Bei der Prüfung ist Ruhe zur Konzentration der Prüflinge selbstverständlich. Du wirst Dich wie im Training aufstellen und angrüßen.
Der Prüfer sagt Dir dann, wie die Prüfung ablaufen wird und dass eigentlich keiner nervös sein muss, da Dein Trainer Dich ja nur anmeldet, wenn Du Deine Techniken beherrschst.
Worauf Du bei der Prüfung achten solltest:

  • wenn Du vom Trainer aufgerufen oder als Prüfungspartner ausgewählt wirst, dann betrete zügig die Matte
  • wenn Dir eine Technik gründlich daneben gegangen ist, dann sage dass Du sie wiederholen möchtest (sollte Dir natürlich nicht andauernd passieren)
  • zu jeder Atemi-Technik gehört auch ein gut hörbarer “Kiai”, also sein kein leiser Ninja! 😉
  • greife als Partner technisch sauber an und verhalte Dich fair. Dein Verhalten als Partner wird in der Prüfung auch bewertet.
  • wenn der Prüfer Dich auffordert etwas zu wiederholen, dann hast Du vermutlich einen Fehler eingebaut – also nochmal richtig konzentrieren
  • dem Prüfer wird nicht widersprochen oder mit ihm diskutiert.

Wie wird in der Prüfung gewertet:

Für jeden Teil vergibt der Prüfer Punkte zwischen 1 und 5 (5=sehr gut, 4 = gut, 3 = ausreichend, 2 – mangelhaft, 1 = ungenügend => nicht bestanden). Die Mindestpunktzahl, die es zu erreichen gilt, ist vom Kyu-Grad abhängig (unterschiedliche Anzahl von Fächern) und liegt bei durchschnittlich 3 Punkten pro Prüfungsfach. Bekommst du in einem Fach eine “2”, so kannst Du diese durch eine “4” (oder besser) in einem anderen Fach wieder ausgleichen.

Wertet der Prüfer Deine Leistung in einem Fach mit “1” (=ungenügend), dann hast Du leider nicht bestanden. Diese Bewertung kann auch nicht durch eine bessere Punktzahl anderweitig ausgeglichen werden.

Nach der Prüfung

Im Normalfall bist Du jetzt stolzer Besitzer eines neuen Kyu-Grades. Dieser verpflichtet Dich zum Tragen des entsprechenden neuen Gürtels, und dass Du Dich gegenüber den anderen Ju-Jutsukas im Verein als Vorbild verhältst. 
Falls Du eine Prüfung doch nicht bestehen solltest, dann ist das auch kein Beinbruch! Meistens war da die Aufregung Schuld. Aber keine Angst, Du kannst die Prüfung nach einer gewissen Zeit wiederholen und beim zweiten Mal läuft es sicher super!

Landeslehrgänge und Stützpunktrainings

Der Ju-Jutsu Verband Bayern (JJVB) veranstaltet in ganz Bayern regelmäßig Lehrgänge und Stützpunkttrainingseinheiten, welche von jedem Mitglied besucht werden können und sollen, sofern in der Ausschreibung nicht bestimmte Vorgaben gemacht werden. Da die Lehrgänge von den besten Trainern des JJVB (Lehrteam des Verbands) gehalten werden, empfehlen wir, so oft wie möglich daran teilzunehmen. 

  • Stützpunkttrainings sind kostenlos und dauern meistens 2 Stunden. Wir in Nürnberg sind einer der Stützpunkt-Standorte des Verbands, also habt ihr hier sogar oft einen “Heimspiel”-Vorteil. 😉
  • Bei Landeslehrgängen beträgt die Lehrgangsgebühr meistens 15 Euro und die musst Du vor Ort selbst bezahlen. Dafür dauert das Training dann auch gleich 4 Stunden und hier kann ein (oder mehrere) Thema besonders gut behandelt werden.
  • Es gibt auch besondere Freizeiten für Kinder und Jugendliche (Osterfreizeit, Sommercamp, Herbstfreizeit). Diese dauern immer mehrere Tage und kosten auch ein wenig mehr. Diese werden auch auf der Verbandshomepage angekündigt und bei uns im Training angesagt. 
  • Für Erwachsene gibt es einmal im Jahr das sog. “Bayernseminar”! Das Bayernseminar findet meist im Oktober statt und dauert fast eine ganze Woche. Die gesamte Sportschule “Oberhaching” bei München wird hier vom Verband angemietet und es finden den ganzen Tag Trainingseinheiten im Ju-Jutsu statt (teilweise bis zu 8 Stück parallel). Auch wird hier oft über den Tellerrand geschaut zu anderen Kampfsportarten oder generell andere Sportarten wenn es Thematisch zum Ju-Jutsu passt.
    Zeitgleich findet dort auch das Polizeiseminar statt, wo man auch viele Einheiten als Ju-Jutsuka mit besuchen kann!!! 

Die Landeslehrgänge sind in den Terminkalender unserer Homepage eingepflegt. Du kannst diese aber auch auf der Homepage des Verbands einsehen. Du musst dich jeweils selbst dafür anmelden oder du schreibst dich auf die Anmeldeliste auf dem schwarzen Brett im Flur unserer Trainingshalle.

Teilnahme an Landeslehrgänge sind auch ab dem Orangegurt Voraussetzung für die nächsten Gürtelprüfungen (man kann natürlich auch vorher schon daran teilnehmen).

 Lehrgang1.jpg

Aufstellung

Die Trainer stehen nebeneinander auf der Matte. Die Schüler stellen sich sortiert nach Gürtelfarben am Mattenrand auf, wobei die höchsten Gürtelgrade von den Trainern aus gesehen links und die niedrigsten Gürtelgrade rechts stehen.
Der Gi ist gerichtet und der Gürtel ordentlich gebunden. Die Füße stehen geschlossen nebeneinander, der Blick geht zu den Trainern.

Angrüßen

Diese Begriffe hörst du zu Beginn eines Trainings:

(Die Kommandos werden vom ranghöchsten Lehrer oder ranghöchsten Schüler erteilt.)

  • “Seiza”: Abknien zuerst mit dem linken Bein, dann mit dem rechten. Zehen sind aufgestellt und werden erst vor dem Absitzen abgelegt. Hände liegen auf den Oberschenkeln oder werden wie in der klassischen Zen-Meditationshaltung ineinander gelegt. Zuerst knien die Lehrer ab und danach die Schüler (immer einer nach dem anderen, beginnend mit dem Höchstgraduierten)
  • “Mokuzo”: der Ju-Jutsuka verharrt in völliger Bewegungslosigkeit und versucht seine Gedanken auf das kommende Training zu richten. 
  • “(Mokuzo-) Jame”: die Meditation wird aufgelöst und die Hände werden aus der Meditationsstellung auf die Oberschenkel gelegt.
  • “(Sensei ni) Rei”: Heißt soviel wie “Gruß”. Wenn ein Schüler das sagt, ergänzt er “Sensei ni”, um zu sagen “Lehrer wir grüßen dich”. Wenn der Lehrer dies sagt, sagt er nur “Rei”. Lehrer und Schüler verneigen sich darauf zueinander, die Hände werden im Dreieck auf die Matte gelegt und man verneigt sich indem man mit dem Kopf leicht die Matte berührt. Danach stehen alle wieder auf. Zuerst erheben sich Lehrer, dann die Schüler: Aufrichten in den Kniestand, Zehen aufstellen, mit Drehung rechts und dem rechten Bein zuerst aufstehen.
  • “Rei”: Lehrer und Schüler verneigen sich zueinander, die Hände werden an den Beinen angelegt, die Beine stehen geschlossen zusammen.

Training

Das Training sollst Du konzentriert und dynamisch absolvieren. Ein gutes Training zeichnet sich durch hohe Wiederholungsraten der Techniken aus. Privatgespräche auf der Matte während dem Training solltest Du soweit wie möglich unterlassen.

Abgrüßen

Aufstellung und Abgrüßen finden statt, wenn der Trainer es sagt. Das Vorgehen ist genau das selbe wie beim Angrüßen.

Budo-Matten

Wir verwenden im Training (außer vielleicht bei speziellen SV-Einheiten) Budo-Matten, um uns vor Verletzungen zu schützen, wenn wir fallen oder geworfen werden. 

Diese Matten sind genau auf die Bedürfnisse der Budo-Kampfsportarten abgestimmt und deswegen auch nicht gerade billig in der Anschaffung. 

Deswegen die große Bitte: behandelt die Matten gut, geht nur Barfuß oder mit speziellen Mattenschuhen (nicht Hallenschuhe!) auf die Matten. Mit Schuhen oder anderen Gegenständen wie Stühlen oder Tischen werden die Matten schnell kaputt und müssen teuer ersetzt werden. 

Geht auch bitte immer mit sauberen Füßen auf die Matte, damit kein Schmutz oder Dreck auf die Matte kommt.
Zieht bitte Badeschlappen, Strümpfe oder Schuhe an, sobald Ihr die Matte verlasst.
Grund: Wenn ihr z.B. barfuß aufs Klo geht und mit diesen Füßen wieder auf die Matte geht, kann beim nächsten Bodenrandori Euer Gesicht auf dieser Matte liegen. Wir glauben, dass das niemand gerne möchte. 

Mattenaufbau

Da wir uns die Halle mit anderen Abteilungen teilen, müssen die Matten für das Training gemeinsam auf- und abgebaut werden. Aus diesem Grund ist es vor der ersten Einheit am Tag erforderlich, dass du mindestens eine Viertelstunde vor Trainingsbeginn in der Halle bist, um die Matten mit aufzubauen. 
Die Matten werden immer reihenweise ohne Spalt aufgelegt. Für das Wettkampftraining ist eine Fläche von 8×8 gelben Matten, die einen Rand mit je 2 Reihen blauen Matten hat, erforderlich.

 

Mattenabbau

Da wir uns die Halle mit anderen Abteilungen teilen, müssen die Matten nach dem letzten Training des Tages gemeinsam abgebaut werden. 

Hier gibt es einiges zu beachten:

  • die Matten werden in farblich sortierten Stapeln abgelegt (gelb und blau)
  • die Matten werden so auf die Stapel gelegt, dass die gummierten Rücken bzw. die Oberseiten der Matten immer aufeinander liegen. Dies wird getan, um die Mattenoberseite nicht zu verschmutzen. 
  • Die unterste Matte eines Stapels liegt mit der gummierten Seite am Boden. Wenn die Matten dann immer paarweise zusammengelegt werden, so dass die gummierten Seiten aufeinander liegen, ergibt sich genau die gewünschte Reihenfolge (s. Bild)
  • die Matten werden nicht auf den Kante geschoben oder gezogen oder auf die Ecken fallen gelassen, damit sie nicht aufreißen.
  • tragt nur so viele Matten auf einmal wie ihr könnt. Kinder können eine Matte auch zu zweit tragen.